Laufend Gutes tun

Man kann auch mal für Menschen laufen die selbst nicht (mehr) laufen können.

Am Wochenende ist jetzt ja schon der erste Advent, die „staade“ Zeit beginnt, die meistens gar nicht so ruhig ist, sondern von hektischen Vorbereitungen für das Weihnachtsfest geprägt wird. Umso mehr genieße ich in dieser Zeit die ganz langen Läufe (die gehen für mich etwa bei 20 km an) im gemütlichen Tempo, wunderbare Gelegenheiten, die Gedanken fliegen zu lassen, wirklich einmal besinnlich zu werden und dankbar dafür, dass man diesen Sport betreiben kann.

Gleichzeitig beim Laufen etwas Gutes tun – dafür gibt es viele Gelegenheiten. Die meisten von euch kennen ja sicher diese ganzen Charity-Läufe, bei denen das Startgeld – oder zumindest ein Teil davon- wohltätigen Zwecken zufließt. Der mittlerweile bekannteste dürfte hier wahrscheinlich der „Wings of Life“ World-Run sein, der jedes Jahr an verschiedenen Orten auf der Welt gleichzeitig startet und bei dem der Erlös an die Rückenmark-Stiftung geht. Es gibt aber auch noch viele andere! Seit einigen Jahren laufe ich in der Gruppe „Sport für Spenden“, einer virtuellen Laufgruppe, die für jeden gelaufenen Kilometer im Trikot der Gruppe über Sponsoren Spendengelder bekommt, die einem guten Zweck zufließen. Was kann es Besseres an Motivation geben, um die Laufschuhe anzuziehen und nach draußen zu gehen? Der Zweck eines jeden Jahres wird dabei demokratisch per Abstimmung von der Gruppe bestimmt, dieses Jahr liefen wir für die Off Road Kids Stiftung und nächstes Jahr dann für den Hospiz Dienst DaSein.

Daneben machen die Organisatoren Tina und Tom Schmidt auch immer noch spannende Challenges wie das jährliche „Fastenlaufen“ oder jetzt ab 1. Dezember den Adventskalenderlauf, dem ich schon (mit scharrenden Füßen) entgegen fiebere. Was es damit auf sich hat? – Schaut hier  Sport für Spenden – Das karitative Laufprojekt (sportfuerspenden.de). Sport für Spenden ist eigentlich eine virtuelle Laufgruppe, man kennt sich in erster Linie über die sozialen Medien. Aber auch wenn der Kern in München sitzt, werden weit darüber hinaus laufend Spendengelder gesammelt! Einmal im Jahr gibt es dann ein analoges „Gipfeltreffen“ der SfS-LäuferInnen, meistens beim schönen Oktoberfestlauf rund um die Ruder-Regatta-Strecke in Oberschleißheim. Dieses Jahr fiel der Wettkampf natürlich corona-bedingt aus und ich habe mich sehr gefreut, stattdessen einen History-Run durch die Münchner Innenstadt für die LäuferInnen veranstalten zu dürfen.

Am Kini (König Ludwig. II.)-Denkmal, das die wenigsten MünchnerInnen kennen.

Über 12 km sind wir – bei Sau-Wetter – tapfer durch die Stadt gelaufen und haben an verschiedenen Stationen angehalten, an denen ich historische Hintergründe vermittelt habe. Die Auswahl war gar nicht so einfach, aber ich denke, ich habe dabei Orte gefunden, die auch die „eingeborenen“ MünchnerInnen gar nicht so präsent hatten: etwa die Semper-Oper, die König Ludwig II. in München nicht bauen durfte, die ominöse Burgfriedensäule, der erste Tierpark Münchens, schließlich das altehrwürdige Franziskanerkloster, dass bis 1803 am heutigen Max-Joseph-Platz stand etc.. Abschließend gab es eine warme Suppe für alle (corona-gerecht im Freien) und die feierliche Scheck-Überreichung über unglaubliche 23.000,– € an den Geschäftsführer der Off Road Kids Stiftung.

Die feierliche Scheck-Übergabe an die Stiftung Off Road Kids! Wir haben sage und schreibe 23.000,– € erlaufen!

Jeder/jede, egal wo er wohnt oder wie schnell er/sie laufen kann, kann übrigens bei Sport für Spenden mitmachen! Die Stationen unseres History-Runs vom 16.10. werde ich peu á peu hier vorstellen, zum Nachlesen und für die, die nicht dabei sein konnten.

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